„Straßenbeleuchtung in Ammersbek auf dem Prüfstand“

Die FDP Ammersbek macht sich stark für unser Klima.

Die Straßenbeleuchtung in der Straße Lehmkuhle muss erneuert werden. Dies ist eine sehr gute Gelegenheit, hier eine intelligente/dynamische Technik einzusetzen.

Schon seit längerer Zeit beschäftigt sich die FDP-Fraktion Ammersbek mit der Lichtverschmutzung in unserer Gemeinde. Der Begriff „Lichtverschmutzung“ bedeutet, dass die Dunkelheit durch künstliches Licht verschmutzt wird. Lichtverschmutzung bringt die Natur aus dem Gleichgewicht: Wie der Mensch, so leiden auch Tiere und Pflanzen hierunter, und die Lichtverschmutzung nimmt leider immer mehr zu.

Zudem will die FDP Ammersbek auch etwas für unser Klima tun, deshalb machen wir uns stark für eine intelligente/dynamische Straßenbeleuchtung. Warum sollen die Straßenlaternen die ganze Nacht mit vollem Licht leuchten, wenn es die Möglichkeit der Steuerung durch Bewegungsmelder, Dimmer oder solarbetriebene Lampen gibt? Deshalb hatten wir sowohl im Umweltausschuss als auch im Bauausschuss hierzu einen Prüfauftrag an die Verwaltung gegeben und diese gebeten zu ermitteln, welches dynamische Beleuchtungssystem mit Bewegungsmeldern und Dimmern sowie den Betrieb von solarbetriebenen Lampen bei der wenig befahrenen Straße zum Einsatz kommen kann und welche Kosten das verursacht.

Das Ergebnis dieser Prüfung ist die Erneuerung der Straßenbeleuchtung mit Solarleuchten, die autark mit Sonnenenergie versorgt werden. Hierdurch haben sich die Kosten für die Erneuerung der Straßenlaternen um ca. 7.000 € reduziert. Der Stromverbrauch und die Kosten dafür sind gleich 0. Und deshalb haben alle Gremien (Umwelt-, Bau-, Finanzausschuss und Gemeindevertretung) diesem Vorhaben einstimmig zugestimmt. Also am Ende ein Gewinn für die Umwelt und den Gemeindehaushalt.

hhs

116117 als Entlastung für 112 – Top oder Flop?

Das wollten wir – die FDP Ammersbek – herausfinden.

Anlass hierzu:

Eine Dame aus Ammersbek mit der Vorwahl 040 hatte uns über ihre verzweifelten Bemühungen informiert, eine Auskunft vom ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein unter der bundesweit einheitlichen, kostenlosen Rufnummer 116117 zu erhalten.

Wir der Sache auf den Grund gegangen und haben einen Versuch gestartet:

Alle Anrufe aus dem Festnetz von Ammersbeker Anschlüssen mit der Vorwahl 040 bei 112 oder 116117 landen immer in Hamburg. Und dies betrifft nicht nur Ammersbeker Bürger mit der Vorwahl 040, viele Randgemeinden von Hamburg (z.B. Norderstedt) haben das gleiche Problem.

Sowohl die Leitstelle für 112 als auch die für 116117 leiten die Gespräche an die zuständigen Leitstellen weiter. Für uns Ammersbeker bei Anruf von 112 nach Bad Oldesloe und bei 116117 nach Bad Segeberg.

Hintergrund:

Alle Kassenärztlichen Vereinigungen sind jeweils auf das eigene Bundesland beschränkt und haben deshalb getrennte Ansätze zur Erfüllung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

So gibt es z. B. für die Nummer 116117 den Dienst in Hamburg rund um die Uhr (24 Stunden Dienst), in Schleswig-Holstein ist er beschränkt auf die Zeiten außerhalb der ärztlichen Sprechstunden.                    

Derzeit sind die Zeiten des ärztlichen Bereitschaftsdienstes Schleswig-Holsteins folgende:

Montag, Dienstag und Donnerstag: 18:00 – 08:00 Uhr

Mittwoch und Freitag : 13:00 – 08:00 Uhr

Samstag, Sonntag, feiertags: ganztags

Hier nun ein praktisches Beispiel:

Ein Ammersbeker Bürger mit der Vorwahl 040 wählt an einem Montag gegen 16.00 Uhr die Nummer 116117. Wie oben erwähnt, landet das Gespräch in Hamburg. Hier kann man nicht helfen, da Hamburg ein anderes Bundesland ist. Und da in Schleswig-Holstein die Dienststelle noch nicht besetzt ist, kann Hamburg das Gespräch auch nicht nach Schleswig-Holstein weiterleiten. Diese Auskunft hat auch die Dame erhalten, die uns über ihre vergeblichen Bemühungen bzw. ihren Irrweg in dieser Angelegenheit informierte.

Unsere Nachfrage bei der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein hat ergeben, dass in einem solchen Fall der Hausarzt kontaktiert werden muss, der bis 18.00 Uhr Sprechstunde haben sollte.

Von daher ist es nur zu empfehlen, ein solches Telefonat mit dem Handy zu führen.

Wir haben es ausprobiert: Für die Rufnummer 116117 gibt es bundesweit eine Zentrale in Berlin. Hier wird man aufgefordert, die Postleitzahl seines Standortes einzugeben. Dann wird man entsprechend weitergeleitet.

Der Vorteil ist auch, dass, wenn sich der Anrufer nicht in seinem Heimatort befindet, ihm vor Ort geholfen werden kann.

Aber was macht der Bürger, der kein Handy hat? Oder der Bürger, der sich in einer Ausnahmesituation befindet, in der es ums Überleben geht?  

Unser Fazit ist, dass es besser ist, in Notfällen gleich die 112 anzurufen, alles andere ist viel zu kompliziert.

hs